Willkommen beim Heimatverein Evingsen e.V.

ihrem Ansprechpartner für Geschichte und Heimatpflege des Dorfes Evingsen.

 

Seit dem 1. Juni 1995, also seit 24 Jahren, beschäftigen wir uns mit der Brauchtums- und Denkmalpflege sowie der Erforschung und Dokumentation der Geschichte des Dorfes.

Darüber hinaus beteiligen wir uns aber auch an der Förderung des Gemeinsinns sowie der Gestaltung und Zukunftssicherung unseres Dorfes.                                        > Kontakt      

 

Die Toiletten "Am Hurk " sind bald einsatzbereit!

Der Toilettencontainer ist heute mit einem großen LKW angeliefert worden. Da dieser nicht zur Drahtrolle "Am Hurk " fahren konte wurde der Container bei der Fa. Schmale abgeladen. Morgen wird er mit einen kleinen LKW zum Hurk transportiert und dort auf dem vorbereiteten Fundament abgestellt.  Er muß dann aber noch angeschlossen werden.  

 

Zum Denkmaltag am 8.9.2019 und zum Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag

den 10.6.2019 war die Drahtrolle "Am Hurk" leider geschlossen, weil dort leider keine Toiletten zur Verfügung standen. Leider hatte sich der Bau erheblich verzögert u.a. durch Baugenehmigung, Beantragung und Bewilligung der LEADER Fördermittel und letztendlich auch durch den Liefertermin.

Heimatverein Evingsen vier Tage auf Tour

im „Romantischen Nordhessen“
durch die langen und kurzen Hessen
und auf den Spuren von Bonifatius

Seit dem Jahr 2000 führt der Heimatverein Evingsen alle zwei Jahre eine selbst geplante und organisierte, mehrtägige Kulturreise durch. Wie immer begleiteten an den aufgesuchten Orten jeweils zwei sachkundige Gästeführer die 39 kultur- und geschichtsinteressierten Heimatfreunde. Die 11. Mehrtagesfahrt führte nun vom 12. bis 15. September in das „Romantische Nordhessen“. Ziel waren dort u.a. die von zahlreichen Fachwerkhäusern dominierten mittelalterlichen Städte Melsungen, Spangenberg, Alsfeld, Romrod und Schlitz. Durch das nördliche Hessen führt die mittelalterliche Fernstraße, die die bedeutenden Handelsmetropolen Leipzig und Frankfurt miteinander verbindet. In Eisenach in Thüringen gabelt sie sich jedoch in zwei Varianten. Der alte Name der nördlichen Route heißt „durch die langen Hessen“ und führte über Spangenberg und Melsungen nach Frankfurt. Die südlichere Rote verlief über Alsfeld und Romrod und wurde „durch die kurzen Hessen“ genannt. An den beiden letzten Tagen suchten die Evingser in Fulda und Fritzlar die Wirkungsstätten von Bonifatius auf. Er wurde um 675 in der Nähe des südwestenglischen Exeter geboren und trat bereits als Kind in ein Benediktiner Kloster ein und wurde später dort Abt. Im 8. Jahrhundert begann er im Auftrag des Papstes Gregor der II. und der Franken die Christianisierung der Sachsen und Friesen.

Die erste Etappe der Reise führte nach Melsungen. Es lag nicht nur am Weg “durch die langen Hessen“ sondern noch zwei weitere bedeutende Handelsrouten treffen sich hier und sorgten schon recht früh für Wohlstand. Als 1554 bei einem großen Brand fast die gesamte Stadt betroffen war, wird sie danach sehr großzügig mit stattlichen Fachwerkhäusern wieder aufgebaut. Insbesondere das 25 Meter hohe, viergeschossige, freistehende Fachwerk-Rathaus gilt als eines der schönsten in Deutschland.

Auch Spangenberg liegt unmittelbar am Weg „durch die langen Hessen“. Zuerst suchte die Reisegruppe das 1235 erbaute und  auf einem Kalksteinkegel thronende Schloss Spangenberg auf. Von hier oben konnte der Handelsweg hervorragend kontrolliert werden. Nach großen Zerstörungen im 2. Weltkrieg ist es wieder in Stand gesetzt und enthält nun u.a. ein Hotel. Anschließend suchte die Gruppe die unterhalb des Schlosses gelegene historische Altstadt von Spangenberg auf. Sie weist noch heute eine Vielzahl von hochgiebeligen, mittelalterlichen Fachwerkhäusern auf.

Am nächsten Tag besuchten die Evingser die gepflegte Altstadt von Alsfeld, in der sich auch das Quartier für die vier Tage befand. Das an den „durch die kurzen Hessen“ gelegene Alsfeld war im Mittelalter eine bedeutende Handelsstadt. Besonders der malerische Marktplatz aus der Blütezeit des Bürgertums im 16. Jahrhundert zeugt noch heute davon. Ein besonderes Kleinod ist dort das turmbekrönte Fachwerk-Rathaus auf einem gotischen Untergeschoss. Aber auch die prächtigen Bürgerhäuser, das repräsentative Weinhaus und das stattliche Hochzeitshaus im Renaissance Stil prägen den Platz. In den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde Alsfeld von der EU für seine beispielhafte Denkmalpflege und die über 400 vorbildlich restaurierten Fachwerkhäuser aus 7 Jahrhunderten als Europäische Modellstadt ausgezeichnet.

Danach ging es weiter „durch die kurzen Hessen“ nach Romrod. Es wird dominiert von der ursprünglich mittelalterlichen Wasserburg, die später vom Landgraf Ludwig IV. von Hessen im 16. Jahrhundert zum Jagdschloss ausgebaut wurde. Auch in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg nutzten die mit zahlreichen europäischen Herrscherhäusern  verwandten Großherzöge von Hessen das Schloss. Unter anderem war dort noch 1910 die letzte Zarenfamilie zu Gast. Heute wird das von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vorbildlich restaurierte Schloss als Schulungsstätte genutzt. Das dort ebenfalls eingerichtete Hotel ist ein beliebter Ort um Hochzeiten zu feiern, wie die Heimatfreunde anschaulich an den drei anwesenden Hochzeitsgesellschaften feststellen konnten. Aber auch die ehemals in einem einfachen Fachwerk-Reihenhaus untergebracht Syngoge von Romrod gehörte zum Besuchsprogramm. Sie war bereits 1935 aufgegeben worden und wurde danach als landwirtschaftlicher Lagerraum genutzt und hat so den Nazi-Terror überlebt. Heute ist sie vorbildlich restauriert und wieder hergestellt.

Auf dem Weg nach Fulda liegt die Burgenstadt Schlitz. Die auf einem Hügel gelegene kleine aber feine Altstadt von Schlitz enthält neben zahlreichen Fachwerkhäusern aus mehreren Jahrhunderten, vier kleine Burgen. Die größte und älteste ist die Vorderburg die aus einem romanischen Wohnturm hervorging. Schlitz mit nur ca. 10.000 Einwohnern gehört mit 142 km² zu den flächenmäßig größten Gemeinden Hessens. Zu deren Verwaltung wurden hier in der Altstadt vier alte Fachwerkhäuser mit dem steinernen Rathaus aus dem 16. Jahrhundert zu einer modernen Rathauszeile zusammengefasst.

In den beiden letzten Tagen begab sich die Reisegruppe in der Barockstadt Fulda und der Kaiserstadt Fritzlar auf die Spuren von Bonifatius. 744 gründete Sturmius aus Bayern im Auftrag von Bonifatius in Fulda ein Benediktiner-Kloster als Hauptstützpunkt der Christianisierung Mitteldeutschlands. Bonifatius weilte oft in Fulda und nach seiner Ermordung bei Dokkum in Friesland wurde er auf eigenen Wunsch in Fulda in der Klosterkirche begraben. Fulda wurde dadurch somit zu einem bedeutenden Pilgerziel. Auch die Evingser besuchten das Grab in dem, an gleicher Stelle im 18. Jahrhundert errichteten, prachtvollen, hochbarocken Dom. Natürlich erstreckte sich der Rundgang in Fulda auch auf die gleich nebenan stehende alte romanische Michaeliskirche mit ihrer noch aus karolingischer Zeit stammenden ehrwürdigen Krypta, auf die barocken Repräsentationsbauten der Fürst-Äbte und späteren Bischöfe von Fulda sowie auf die Altstadt.

Am letzten Tag stand der Besuch der alten Kaiserstadt Fritzlar auf dem Programm. Auch hier hatte Bonifatius deutliche Spuren hinterlassen. 723 fällt er in Fritzlar mit der Donar-Eiche das Heiligtum der Sachsen und ließ aus dem Holz eine Kirche errichten und gründete ein Benediktiner-Kloster. In der unter Karl dem Großen gebauten großen Königspfalz wählte die Reichsversammlung der Fürsten im Jahr 919 den Sachsen Heinrich den Vogler zum König des Ostfränkischen Reiches woraus später das Deutsche Reich entsteht. Sein Sohn Kaiser Otto der Große gründet die Dynastie der Ottonen die bis in das 11. Jahrhundert herrschen. Fritzlar rückte nun in das Blickfeld der Reichspolitik und wurde zu einem bevorzugten Aufenthaltsort der deutschen Könige und Kaiser. Es galt im Mittelalter als turmreiche Stadt mit Stadtmauer und 33 Wehr- und Kirchtürmen. Fast alles davon ist heute noch erhalten. Besonders imposant ist das Rathaus mit seinem steinernen Erdgeschoss von 1109, es ist somit das älteste Rathaus in Deutschland. Aber auch die zahlreichen gotischen Steinhäuser aus dem 14. Jahrhundert und der große Marktplatz mit seiner geschlossenen mittelalterlichen Bebauung beeindruckten die Heimatfreunde auf dem Stadtrundgang. Den bedeutenden romanischen Dom mit dem zweitürmigem Westwerk und den einzigartigen Kunstwerken erschlossen sich die Evingser mit einer gesonderten Führung.

Den Abschluss der Reise bildete der Besuch des ganz in der Nähe befindlichen Bürabergs in Fritzlar-Ungedanken. Auf seiner Kuppe hoch über dem Tal der Eder befand sich einst eine große fränkische Wallburganlage. Mittendrin steht heute noch die uralte Brigida-Kirche. Bonifatius gründet hier 741 das Bistum Büraberg. Neueste Forschungen haben ergeben, dass sich im Kirchbau Reste der ursprünglichen Kirche aus dem 6. oder 7. Jahrhundert erhalten haben. Sie ist somit die älteste noch in Teilen erhaltene Kirche in Deutschland außerhalb des Limes.

Gruppenbild vor Schloss Spangenberg
Gruppe vor Schloss Spangenberg_ P1220857[...]
JPG Datei [2.4 MB]
Programm der Fahrt in das Romantische Nordhessen
19 02 24 Romantisches Nordhessen Brief u[...]
PDF-Dokument [156.8 KB]

Anläßlich des Besuches des Evingser Frauenchores in der Drahtrolle

"Am Hurk" am 3. April 2019 trat Andrea Gerdes als 250. Mitglied in den Heimatverein ein.  

Willkomen und herzlichen Glückwunsch!!!

Mittlerweile freuen wir uns schon über das 255. Mitglied.

Wir begrüßen alle neuen Mitglieder und bedanken uns bei den alten für ihre Treue zum Heimatverein Evingsen!

neue Termine für 2019 liegen vor                                                              > mehr

Am 13. Januar war ein toller Tag für Evingsen.
Denn beim Neujahrsempfang der Stadt Altena wurde der

    19. Bürgerpreis der Stadt Altena verliehen.

     Ausgezeichnet wurde unser
 1. Vorsitzender Friedrich-Wilhelm Klinke!

Sein außergewöhnlich großes und unermüdliches Engagement für unser Dorf hat dieses Lob und die Anerkennung verdient.

                                                                         Dietke Doebel, Schriftführerin Heimatverein Evingsen e.V.
 

Nachfolgend der Link zum Artikel des Altenaer Kreisblattes auf come-on.de:

https://www.come-on.de/lennetal/altena/lange-schuetzenverein-aktiv-engagierter-heimatkundler-11184318.html

Straßenschilder in Evingsen

 

Wir vervollständigen in Kürze die Ausstattung unseres Dorfes mit den emailierten Straßenschilder am neuen Kuhkampweg und dem alten Verbindungsweg"Stange" vom Kindergarten zur Böcke!

 

Die Schilder hat der Heimatverein bereits erworben!

Klicken Sie auf das Logo, und Sie bekommen weitere Infos:

 

Aktuell:

 

Die Drahtrolle "Am Hurk" ist von April bis Oktober jeden letzten Sonntag im Monat von 14-17 Uhr geöffnet! 
 

Neu! Anstecker mit dem Logo der Drahtrollenroute für 3,50€ erhältlich  > mehr

                                                                                              

 

Letzte Aktualisierung am 25.9.2019